schlauchmagen

Bei der Sleeve Gastrektomie handelt es sich um einen Eingriff, bei dem der größere rechte Teil des Magens (Korpus - Fundus) entfernt wird, so dass ein 2-3 cm dicker Magenschlauch übrig bleibt. Dieser Schlauch wird mit Metallklammern gebildet und bedingt eine deutliche Verringerung des Füllungsvolumens. Dadurch kommt es nach Zufuhr kleiner Nahrungsmengen zum Sättigungsgefühl. Gleichzeitig gibt es Hinweise, dass durch die Sleeve Gastrektomie das Hungerhormon (Ghrelin) vermindert ausgeschüttet wird und Patienten weniger Hunger verspüren.

 

Die Sleeve Gastrektomie ist eine Operation die länger als ein Magenband aber deutlich kürzer als ein Bypass dauert. Sie kann in den allermeisten Fällen laparoskopisch (Bauchspiegelung) durchgeführt werden. Der Krankenhausaufenthalt beträgt wie bei der Magenumgehung 1 Woche nach der Operation. Postoperative Probleme können durch eine Leckage (Undichtigkeit) im Bereich der Klammernaht am Magen auftreten.

 

Patienten nach Sleeve Gastrektomie müssen wie auch Magenbypass Patienten Vitamin B 12 zuführen. Bei schwerer Refluxkrankheit (häufiges Sodbrennen, das nur mit Protonenpumpenhemmern beherrschbar ist) sollte keine Sleeve Gastrektomie durchgeführt werden. Die Sleeve Gastrektomie kann als Ersteingriff oder nach Bandversagen erfolgen. Bis jetzt gibt es noch keine Langzeitdaten nach dieser Operation. Die vorliegenden Daten sehen, was die operativen Risiken betrifft, sehr gut aus und auch die Gewichtsreduktionen sind sehr zufriedenstellend; der Nachuntersuchungszeitraum ist allerdings noch deutlich unter den geforderten 5 Jahren.

 

Bei Patienten mit extrem hohen Gewicht und hohem Operationsrisiko bietet sich dieser Eingriff als Ersteingriff vor einer Magenumgehung an. Untersuchungen haben gezeigt, dass Patienten weniger Operationsrisiko aufweisen wenn der Eingriff in zwei Operationsschritten erfolgt. 1. Magenteilentfernung, 2. nach Gewichtsreduktion Magenumgehungsoperation (Bypass).